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Kriterien von Tauchlampen

Wie bereits beschrieben, gibt es verschiedene Anwendungsbereiche für Tauchlampen, aus denen sich die Kriterien von Tauchlampen ableiten. Zunächst erst einmal alle Kriterien von Tauchlampen im Überblick, bevor jeder Bereich im Einzelnen „beleuchtet“ wird.

  • Bauarten
  • Lichtstärke und Kegel
  • Brenndauer
  • Farbtemberatur
  • Maximale Tauchtiefe
  • Helligkeitsstufen und Leuchtmodi
  • Gewicht
  • Preis

Zusammenfassung – kurz und knackig

Für die meisten Taucher wird sicher eine einfache Hand Tauchlampe mit mehr als 1000 Lumen, einem Abstrahlwinkel von etwa 10 Grad, einer Brenndauer von 2 Stunden auf voller Stufe sowie einer Farbtemperatur von etwa 5000 Kelvin ausreichen. Hand Tauchlampen mit diesen Eigenschaften und guter Qualität sollten etwa zwischen 50 und 100 Euro kosten.

Soll es etwas Spezielleres für einen entsprechenden Einsatzzweck sein, sollte man sich dem Thema Tanklampen widmen, sich die Kriterien genau überlegen und eine etwas größere Investition planen. Eine Handlampe mit oben genannten Kriterien kann dann problemlos als Backup-Lampe dienen und ist somit keine Fehlinvestition.

Beispiele für eine gute Hand und Tank Tauchlampe sind diese hier:

Volador Tauchlampe

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Mares Tank Tauchlampe DCT XR

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Bauarten von Tauchlampen – Tanklampe vs. Handlampe

Eine der wichtigsten Kriterien von Tauchlampen ist die Bauart. Man unterscheidet hier prinzipiell zwischen den Tanklampen und den Handlampen.

Als Hauptlampen („Primary Lights“) haben sich Tanklampen durchgesetzt, bei denen der Akku am Bauchgurt oder dem Tank befestigt und der somit leichtere Lampenkopf in der Hand gehalten wird. Ferner bietet sich an, den Kopf der Lampe mit einem sogenannten „Goodman-Handle“ zu bestücken. Mit einem „Goodman-Handle“ am Lampenkopf muss die Tauchlampe dann nicht mehr aktiv gehalten und kann quasi ermüdungsfrei über mehrere Stunden hinweg benutzt werden. Oftmals werden die Lampenköpfe über ein E/O Cord (also eine unter Wasser steckbare Verbindung) mit dem Akku verbunden. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass man während dem Tauchgang einen defekten Lampenkopf mit einem Reservekopf tauschen kann.

Die zweite Bauart von Tauchlampen sind die Handlampen. Bei den Handlampen befindet sich der Lampenkopf und der Akku im gleichen Bauteil, also wie bei einer herkömmlichen Taschenlampe. Während Tauchgängen am Tage oder in unkritischen Situationen werden Handlampen oft von Tauchern bevorzugt, da sie günstiger in der Anschaffung sind, sowie kleiner und leichter sind. Heutzutage erreichen Handlampen bereits eine enorme Lichtstärke und Brenndauer, weshalb sie die Tanklampen immer mehr und mehr verdrängen. Nichtsdestotrotz verlieren Tanklampen nicht an Bedeutung. Hat der Taucher eine Tanklampe, so werden oft eine oder mehrere Handlampen als sogenannte Backuplampen (Reservelampen) mitgeführt. Backuplampen sind ein wesentlicher Teil der Ausrüstung und dürfen nicht fehlen oder minderer Qualität sein. Sie kommen immer zum Einsatz, wenn die Hauptlampe ausfällt. Auf Höhlen- oder Wrack-Tauchgängen sollten deshalb mindestens zwei Backuplampen mitgeführt werden.

Tauchlampen sollten immer auf irgendeine Art und Weise befestigt werden, damit sie im Zweifelsfall nicht verloren gehen können. Das kann mittels Handschlaufe geschehen oder wenn sie nicht benutzt wird mittels Karabiner am D-Ring des Tarierjackets.

Lichtstärke und Kegel einer Tauchlampe

Wichtig bei der Betrachtung der Kriterien von Tauchlampen sind außerdem Lichtstärke und Helligkeit.

Die Lichtstärke wird meistens in Lumen angegeben. Sie beschreibt die Helligkeit über den gesamten Lichtstrom, die von einem Leuchtmittel in alle Richtungen abgegeben wird. Messgeräte zur genauen Bestimmung der Lumen sind nicht günstig, weshalb Hersteller oftmals die unter Laborbedingungen maximal möglichen Lumen angeben. Nach dem Einbau des Leuchtmittels, also zum Beispiel einer Glühbirne oder einer LED, kann dann die tatsächliche Helligkeit gerne um 20% geringer sein. Deshalb sollte man im Zweifelsfall zu einer Tauchlampe mit mehr Lumen greifen. Einfach gesagt bedeutet also je  mehr Lumen eine Tauchlampe hat, desto heller ist sie.

Eine Grenze, wie hell eine Tauchlampe maximal sein sollte, gibt es nicht. Beachtet werden sollte aber, dass hellere Lampen mehr Strom benötigen. Das hat zur Folge, dass sich entweder die Brenndauer verkürzt oder der Akku größer werden muss. Generell kann man aber sagen, dass eine Lichtleistung von mindestens 1000 Lumen bei Tauchgängen am Tag nicht unterschritten werden sollte. Beim Nachttauchen hingegen sollte man auf eine dimmbare Tauchlampe achten. Das sorgt dafür, dass die Augen entlastet werden und man Fische nicht verscheucht.

Neben der eigentlichen Lichtstärke spielt auch der Abstrahlwinkel des Lichts beziehungsweise der Lichtkegel eine große Rolle, denn schließlich soll das vom Leuchtmittel abgegebene Licht effizient genutzt werden. Der Abstrahlwinkel einer Tauchlampe hängt maßgeblich von der Bauart des Lampenkopfes ab und sollte in der Beschreibung aufgeführt sein.

Ein Abstrahlwinkel von etwa 10° und ein nach außen hin abnehmender Schein ist für das Tauchen ideal und eine universelle Beleuchtung. Der starke zentrale relativ enge Lichtkegel eignet sich hervorragend zur Kommunikation sowie zum Ausleuchten entfernter Objekte. Der nach außen hin schwächer werdende Lichtkegel ermöglicht aber gleichzeitig die großflächige Beleuchtung von nahe gelegenen Objekten wie Wracks, Riffen oder Fischen. 

Tauchlampen mit einem Abstrahlwinkel von bis zu 30° sollten mindestens 3000 Lumen mit einem hellen Zentrum haben. In dieser Kategorie gibt es allerdings nicht viele Modelle, da unnötig viel Licht gestreut wird. Trotzdem ist der Abstrahlwinkel für die Unterwasserfotografie immer noch zu klein, um nahegelegene Objekte großflächig genug ausleuchten zu können.

Weiterhin hat ein zu großer Abstrahlwinkel einen negativen Effekt auf die Sicht in trüben Gewässern. Die Schwebeteilchen im Wasser reflektieren das Licht der Tauchlampe und man befindet sich vor einer „weißen Wand“, ähnlich wie bei einer Autofahrt mit Fernlicht im Nebel.

Brenndauer einer Tauchlampe

Auch die Brenndauer ist eine der wichtigen Kriterien von Tauchlampen, da sie beschreibt, wie lange sie auf maximaler Stufe Licht spendet. Umso größer also die Brenndauer ist, umso länger bzw. umso mehr Tauchgänge kann man mit der Lampe machen, bevor man die Batterien tauschen oder den Akku wieder aufladen muss.

Pauschal sollte man die Brenndauer bzw. Akkukapazität so wählen, dass die Brenndauer mindestens doppelt so lange wie die geplante Dauer des Tauchgangs ist. Das stellt sicher, dass man genügend Puffer zur Sicherheit hat und auch mit einem nicht vollständig geladenem Akku oder einer ungeplanten Verlängerung des Tauchgangs keine Probleme bekommt.

Trotz verlässlicher Herstellerangaben sollte ein selbst durchgeführter Test mit voller Batterie, maximaler Stufe und Timer durchgeführt werden, um die Brenndauer selbst zu bestimmen. Wenn die Tauchlampe auf schwierigen oder kritischen Tauchgängen zum Einsatz kommt, ist es sicher besser, sich auf selbst gemessene Werte zu verlassen.

Farbtemperatur einer Tauchlampe

Oftmals wird bei der Betrachtung der Kriterien von Tauchlampen die Farbtemperatur vernachlässigt. Doch auch auf die Farbtemperatur sollte man einen Blick werfen.

Die Farbtemperatur einer Tauchlampe hat Einfluss darauf, wie authentisch und naturgetreu die beleuchtete Unterwasserwelt aussieht. Je nach Tiefe verblassen die Farben, sodass die bezaubernde Unterwasserwelt eintönig und langweilig aussieht. Rot verschwindet zuerst, schon ab einer Tiefe von 5 Metern. Danach ist Orange (15 Meter), Gelb (30 Meter), Grün (50 Meter) und Blau (60 Meter) verschwunden. Mit einer Tauchlampe kann man die verblassten Farben am beleuchteten Objekt wieder sehen und sich der Farbvielfalt richtig erfreuen.

Die Farbtemperatur wird bei Lampen in Kelvin angegeben. Je kleiner die Farbtemperatur ist (also je niedriger der Kelvin-Wert ist), desto wärmer und gelblicher ist das ausgestrahlte Licht. Umgekehrt bedeutet, dass je höher die Farbtemperatur ist, desto bläulicher ist das Licht. Eine Kerze zum Beispiel erzeugt ein sehr warmes, gelbes Licht und hat etwa 1500 Kelvin. Eine warmweiße Glühbirne hat etwa 2700 Kelvin und das Sonnenlicht am Tag hat eine Farbtemperatur von etwa 5500 Kelvin. Bei einem mit Wolken bedecktem Himmel kann sich die Farbtemperatur bis ca. 7000 Kelvin verschieben.

LED-Lampen haben ein Lichtspektrum von etwa 2700 – 8000 Kelvin. Es gilt also, dass je höher die Farbtemperatur ist (bläulicher), desto schlechter werden Rottöne auf den beleuchteten Objekten dargestellt, aber desto höher ist auch die Leuchtreichweite der Tauchlampe. Lampen mit einer niedrigeren Farbtemperatur (rötlicher) geben hingegen die Rottöne besser wieder, dafür aber die Blautöne schlechter.

Letztendlich hängt die Wahl der Farbtemperatur einer Tauchlampe vom Einsatzzweck und natürlich dem persönlichem Empfinden und Geschmack des Tauchers ab. Generell sind Tauchlampen mit etwa 5000 Kelvin universell einsetzbar und für die meisten Anwendungszwecke und Taucher geeignet, da diese Farbtemperatur der Sonne ähnelt und so als angenehm empfunden wird.

Maximale Tauchtiefe einer Tauchlampe

Die maximale Tiefe bestimmt, bis zu welcher Tauchtiefe und damit bis zu welchem Druck die Tauchlampe eingesetzt werden kann. Die maximale Tauchtiefe für Sporttaucher beträgt 40 Meter, sodass die meisten Tauchlampen diese Tiefe locker erreichen. Technische Taucher hingegen können weitaus tiefer tauchen, sodass darauf geachtet werden muss, dass die Tauchlampe zu den eigenen Fähigkeiten passt und Spielraum für die weitere Ausbildung lässt, um nicht gleich eine neue Tauchlampe kaufen zu müssen. Allgemein sollte man trotz der angegebenen maximalen Tiefe noch etwas Spielraum lassen, um nicht das Maximum der Tauchlampe auszureizen und das eindringen von Wasser und somit einer Beschädigung der Lampe zu riskieren und eventuell sogar in eine lebensgefährliche Situation zu geraten. Wichtig ist auch, dass alle mitgeführten Tauchlampen die angestrebte Tiefe erreichen können, um nicht etwa eine günstigere Backuplampe zu beschädigen.

Helligkeitsstufen und Leuchtmodi von Tauchlampen

Praktisch ist, wenn die Tauchlampe in mehreren Helligkeitsstufen geschaltet werden kann. Denn oft ist es nicht nötig, die Tauchlampe auf der größten Helligkeitsstufe zu betreiben. Die Betriebsdauer ist deutlich länger, wenn man die Lampe während des Tauchgangs nur auf einer niedrigen oder mittleren Helligkeitsstufe und nur bei Bedarf auf maximaler Leistung betrieben wird. Viele Tauchlampen bieten auch einen praktischen SOS Modus an, der in Not-Situationen eingesetzt werden kann. Weniger verbreitet ist ein Rotlichtmodus bei Tauchlampen, der zum Beispiel bei Nachttauchgängen verwendet werden kann, um scheue Lebewesen nicht zu verschrecken und eine bessere Anpassung der Augen an die Dunkelheit zu gewährleisten.

Gewicht einer Tauchlampe

Das Gewicht der Tauchlampe ist primär auf Reisen entscheidend, wenn es darum geht, das zulässige Gepäck im Flieger nicht zu überschreiten. Aber auch während des Tauchgangs kann es ermüdend sein, eine unnötig große Tauchlampe mit sich zu führen. Hier sollte man entsprechend des Anwendungsgebietes abwägen, ob man eine kleine Hand-Tauchlampe oder eine Tank-Tauchlampe auswählt.

Preis einer Tauchlampe

Selbstverstädnlich spielt auch der Preis eine wichtige Rolle beim Kauf einer Tauchlampe. Gute Einsteigermodelle sind im Bereich von 50-300 Euro zu haben. Auf diesem Preisniveau kann man auch mit einer vernünftigen Qualität und langen Lebensdauer rechnen. Tanklampen und Profi Tauchlampen können diese Preisgrenzen bei weitem übersteigen.

 

Kriterien von Tauchlampen